KTG-Minden

Berufsnavigator PDF Drucken E-Mail
  
Montag, den 22. Februar 2010 um 16:21 Uhr

Der Berufsnavigator in der Oberstufe

Der Start des Berufsnavigators wurde von den Oberstufenschülern mit großer Begeisterung angenommen.

Der Jahrgang 13 bim Berufsnavigator-ProjektDie anfängliche Skepsis der Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule war schnell gewichen, nachdem sie das Prinzip des Berufsnavigators verstanden hatten und deutlich wurde, dass dies eben nicht nur eine einfache Studienberatung oder Berufsberatung ist, mit der sie am Ende möglicherweise gar nichts beginnen können, sondern eine wissenschaftsgestützte Maßnahme, begleitet von erfahrenen und speziell für dieses Projekt fortgebildeten Experten, die am Ende für jeden Schüler ein aussagekräftiges Stärkenprofil mit ganz konkreten Berufsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler entwerfen.

Das Projekt Berufsnavigator fand bereits zu Beginn des Schulhalbjahres an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Minden statt. 159 Schülerinnen und Schüler haben an diesem Projekt teilgenommen. Der Berufsnavigator ist ein Berufsfindungsinstrument, das von der Bundesagentur für Arbeit und den Volksbanken im Mühlenkreis geplant, organisiert und in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wird. Der Berufsnavigator ist ein völlig neues, stärkenorientiertes Verfahren zur Berufsfindung, das in enger Zusammenarbeit mit Vertretern der Hochschule der Bundeswehr in Hamburg und der Wirtschaft entwickelt wurde. Das Verfahren ist wissenschaftlich abgesichert und verspricht eine Treffergenauigkeit von 90%. Herr Univ. Prof. Dr. Georg Wiese, Dipl. Psychologe, garantiert die wissenschaftliche Begleitung. Der Berufsnavigator ist geeignet für Haupt- und Realschüler, bietet aber auch Analysen von 152 Leitberufen für Gymnasiasten an. Das Verfahren nutzt Kenntnisse von Schülern, die sich gut untereinander kennen. Die Schülerinnen und Schüler schätzen sich gegenseitig mit Hilfe eines elektronischen Abstimmungsgerätes anonym ein (peer rating) und beurteilen so die Talente und Neigungen der Teilnehmer ihrer Peer Gruppe.

Im ersten Schritt werden die persönlichen Kompetenzen und Profile herausgearbeitet, im zweiten Schritt ordnet eine Entscheidungssoftware dem Profil des Schülers passende Berufsbilder und vor allen Dingen ein Stärkeprofil zu. Im Anschluss daran findet eine ausführliche und individuelle Beratung der Schüler durch erfahrene Praktiker aus dem Personalbereich statt. Die Interessen und die Fähigkeiten der Schüler werden intensiv beleuchtet und ergänzen das Stärkenprofil aus dem Test.

Inzwischen liegt die Auswertung des Berufsnavigators unserer Schule vor, das Ergebnis zeigt deutlich die große Zustimmung und Zufriedenheit der Schüler.

70% sagen, dass die Arbeit mit dem Berufsnavigator Spaß gemacht hat, für 86% der Schülerinnen und Schüler war das Projekt positiv, 90% sehen ihr individuelles Ergebnis als hilfreich an, 87% erleben die Einschätzung anderer Schüler als zutreffend, 95% bewerten den Berufsnavigator insgesamt als positiv.

Die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule sieht in diesem Projekt einen großen Nutzen für die Schülerinnen und Schüler unserer Oberstufe, wir bedanken uns bei der Agentur für Arbeit und den Volksbanken im Mühlenkreis und wünschen uns für die folgenden Jahre im Rahmen unserer Studien- und Berufswahlorientierung wieder an der Maßnahme Berufsnavigator teilnehmen zu können.

Weitere Informtionen finden Sie unter www.berufsnavigator.de.

Aktualisiert ( Sonntag, den 28. Februar 2010 um 15:39 Uhr )