KTG-Minden

Bonjour – Le séjour à Paris PDF Drucken E-Mail
  
Dienstag, den 15. November 2011 um 12:00 Uhr

GlaspyramideBonjour – Le séjour  à  Paris

Die Fahrt nach Paris 2011

Hier kommen nun auch endlich Bericht und Fotos von unserer Parisfahrt! Naja, wahrscheinlich haben wir so lange gebraucht, da wir noch immer vom Zauber Paris’ gefangen waren. Dem Paris, dem wir so entgegengefiebert haben. Immerhin ist unser Nachbarland Frankreich seit langer Zeit eines der beliebtesten Reiseziele Europas. Es ist auch kein Wunder, denn hier wird wirklich für jeden Geschmack etwas geboten.

Überall treffen Reisende auf einen erstaunlichen Reichtum an interessanten Sehenswürdigkeiten. Das attraktive Hotel und der Flair Paris’ ließen uns leben wie Gott in Frankreich. Kein Wunder also, dass wir diese Erfahrungen zunächst einmal verarbeitet werden mussten.

Wir, das waren Teilnehmer aller Französisch-Kurse 7 bis 10 der KTG, sowie der Stadtteilschule Dankersen, die endlich einmal ihre erlernten Sprachkenntnisse in der französischen Metropole praktisch ausprobieren wollten. Und dazu sollten wir reichlich Gelegenheit bekommen, auf unseren ausgedehnten Touren durch Paris.

Im Frühjar 2011 fuhr also ein bunt zusammengewürfelter Haufen voll gut gelaunter Mindener Richtung Frankreich ab. Zusammengehaltern wurde diese Gruppe von unserer Cheforganisatorin Frau Annegret Rustige-Simon, sowie den zahlreichen Betreuern.

Zu nachtschlafender Zeit (Oh, man war das früh, weit vor dem Aufstehen!!!!) trafen wir uns an Kanzlers Weide und fuhren kurz darauf in einen verheißungsvollen Morgen hinein.

Nach einer unterhaltsamen Fahrt durch pitoreske Landschaften von Deutschland, den Niederlande, Belgien und Frankreich fuhren wir unter dem Flughafen Charles de Gaulles in Paris ein (schon beeindruckend, so eine Landebahn über dem Kopf).

Hier nahmen wir in einem reizenden ETAP-Hotel Paris – zentrumsnah und mit Metroanschluss – unser Quartier und sammelten nach einem kurzen Check-In noch einmal die nötigen Kräfte um Paris im Dämmerlicht des Abends zu erkunden. Das Hotel mit seinen klimatisierten Doppel- und Dreibettzimmern bot uns viel Gelegenheit uns näher kennen zu lernen, war der Kuschelfaktor der Betten doch sehr hoch. Unser Wohlbefinden wurde durch das Hotel aber sogar noch weiter gefördert, durften wir uns doch sogar zwischen Zimmern mit offenen oder verschlossenen Fenstern und damit zwischen angenehmer Kühle oder kuscheliger Wärme entscheiden. Und die Zimmer hielten noch eine weitere Überraschung in Petto: es gab sogar den deutschen Fernsehsender Sat1, sodass wir immer auf den neuesten Stand blieben.

Dennoch hielt es uns kaum auf den Zimmern, wollten wir doch Paris erobern. Doch vor uns stand die erste Herausforderung: McDonalds oder Metro ins kulturelle Herz Paris J? Wir entschieden uns letztlich doch für die Kultur und suchten vom Hotel aus die nächste Metrostation „Porte de St. Quen“, die in nur 10 Gehminuten erreichbar ist und von wo aus man in wenigen Stationen auf die Champs-Elysées gelangt. Doch statt der für Touristen üblichen Tour tauchten wir zunächst in das Pariser Vorstadtleben ab, indem wir zunächst die Umgebung mit seinen zahlreichen kleinen Geschäften erkundeten. Wir fühlten den internationalen Flair, der die Stadt umgibt.

Die erste Fahrt mit der Metro (oder wie der Franzose sagt: le metro) bzw. mit dem Taxi (oder wie der Franzose auch hier sagt: le taxi) war sicherlich aufregend, wurde aber, wie auch alle weiteren Fahrten problemlos gelöst (alles gar kein Thema, mit der entsprechenden sprachlichen Ausbildung!!!).

Unser Ziel war die Champs- Elysées, zwischen Arc de Triomphe mit seinem Ausblick zum Grande Arche de la Défense und dem Place de la Concorde mit seinem Obelisken. Dieses Dreigestirn bildet die „königliche Achse“, die, obwohl schon längst nicht mehr von Monarchen genutzt, noch heute die Pracht und Eleganz vergangener Tage verkörpert. Vom Arc de Triomphe, 1806 von Napoleon I. zu Ehren der „Grande Armée“ erbaut, konnten wir einen einzigartigen Panormablick auf die Champs-Elysées, die prächtigste Straße der Welt genießen. (Neben Straßencafés die für 1000,-€ Wein anboten, konnte man hier aber immerhin auch Blattsalat schon für günstige 10,-€ genießen! Das sollte das Taschengeld doch hergeben, oder? J) Hier erlebten wir Paris mit seiner kosmopolitischen und quirligen Atmosphäre. Hier war das Paris mit seinen berühmten Bauwerken. Hier war das Paris mit seinem Nachtleben. Hier war das Paris mit seinen lebendigen Einkaufsstraßen. Hier war das Paris, das man erlebt haben muss.

Ausgeruht ging des am nächsten Morgen wieder los – und zwar zur Stadtrundfahrt mit anschließender Stadtrally. Bei der etwa dreistündigen Stadtrundfahrt bekamen wir zunächst einen Überblick über die vielen Sehenswürdigkeiten der wunderschönen Seine-Metropole (insofern noch nicht in der vorangegangenen Nacht erkundet). Die Rundfahrt endete nach einer Flut von Eindrücken nach ca. 3 Stunden im Park du Luxembourg. Von hier aus erkundeten wir nun den restlichen Tag zumeist in Kleingruppen die Pariser Innenstadt und das zu meist zu Fuß. Einige Schüler kamen dabei auf über 10 km Strecke. (Die spürte man abends aber auch!)  Dabei ergaben sich zahlreiche Möglichkeiten mit den Parisern ins Gespräch zu kommen, sei es zum shoppen oder dem erfragen so grundlegender Infos wie dem Weg zur nächsten Toilette.

Unser erster Treffpunkt war die Kathedrale von Notre Dame, ein echter Touristenmagnet. Doch obwohl wir den Glöckner nicht sahen, erschraken wir doch ein wenig, als die Gendarmerie in großer Zahl auf den Vorplatz der Kathedrale Stellung bezog und das schwer bewaffnet. Da deren Aufmerksamkeit aber nicht uns galt, zogen wir fast ohne zu zögern weiter Richtung Louvre.

Nach einem kurzen Fußmarsch entlang dem reizenden Seine-Ufer mit seinem quirligen Geschäftstreiben betraten wir den Napoleonhof des Louvre mit seiner berühmten 22m hohen Glaspyramide durch das Cour Carrée, dem ‚Hintereingang’ des Tuilerienschlosses.  Der Napoleonhof bot ein tolles Panorama für Fotos und natürlich lud er ein sich ausgiebig zu erholen, bevor wir in die Welt der Kunstschätze eintauchten. Diese Welt betraten wir nach einigen lebhaften Diskussionen mit dem französischen Wachpersonal durch das Entresol. Nun standen wir zunächst im lichtdurchfluteten Atrium der Glaspyramide und hatten die Wahl die verschieden Museumsflügel zu erkunden. Wir entschieden uns, wie sich das für jeden Paris-Touristen gehört, für den Flügel Denon, um innerhalb von 30 Minuten die Mona Lisa in einem wahren Irrgarten der Künste zu finden, sondern auch ihr Lächeln gebührend zu bewundern. (Hat sie überhaupt gelächelt, war es Original oder Kopie, was wir sahen?). Die Gemäldesammlung war aber wie es sich gehört, beeindruckend. „Die Sammlungen dieser Abteilung stellen die Geschichte der europäischen Malerei von Mitte 13. Jahrhundert bis Mitte 19. Jahrhundert vor. Sie sind in drei große Gruppen eingeteilt: die französische Schule, die zahlenmäßig am bedeutendsten ist [man Staune und das in Frankreich], die italienische und die spanische Schule sowie die nordeuropäischen Schulen (Deutschland, Flandern, Holland).“  Bei all dieser „Farbkleckserei“ J sind die großartigen Arbeiten in der orientalischen, ägyptischen, die griechisch-etruskisch-römische Sammlung, die Skulpturen, die Geschichte des Louvre und des mittelalterlichen Louvre, das Kunsthandwerk, die Graphiken, die islamische Kunst und nicht zuletzt die Kunst aus Afrika, Asien, Ozeanien sowie aus Nord- und Südamerika in den Hintergrund getreten. (Ziemlich viele Abteilungen, die in einer ½ Stunde zu erkunden sind!).

Nach diesem Durchmarsch durch die europäische und internationale Kunstgeschichte wurde es nun endlich Zeit für die wichtigen Dinge im Leben: SHOPPEN. Unser nächstes Ziel war darum das Große Einkaufszentrum: Les Halles beim Centre Pompidou. Anschließend waren allerdings einige immer noch nicht zu erschöpft, um zu Fuß durch die Pariser Innenstadt mit seinen prächtigen historischen Bauten zum Eiffelturm zu laufen, anstatt wie vorgesehen die Metro zu nutzen. Ein Kraftakt und doch, welch Wunder schaffte es dieser unternehmungslustige Trupp sogar lange vor allen anderen Gruppen am Treffpunkt anzugelangen, nicht ohne zuvor ausführlich die französischen Sprachkenntnisse auf den Boulevards und in den Bistros zu vervollkommnen.

Das Wahrzeichen von Paris, den Eiffelturm besichtigten wir zwar mit einer Stunde Verspätung, doch dafür im Lichtermeer des nächtlichen Paris, beeindruckend und wunderschön. Doch obwohl uns die Spitze des Eiffelturms uns versagt blieb, das wäre ein Ausblick gewesen, verschlug uns bereits die Besucherplattform auf halber Strecke den Atem. Doch trotz aller Schönheit, bot auch der Eiffelturm die Möglichkeit sich zu beweisen, sei es ihn sportlich zu bezwingen, indem man die Treppen statt des Fahrstuhls nutzte oder indem man einfach seine Höhenangst bezwang. In jedem Fall war es der Höhepunkt eines ereignisreichen Tages mit einer wahren Flut von Bildern und Eindrücken.

Nach dem ersteigen des Eiffelturms waren wir dann anschließend aber doch so fertig, dass wir spontan unser geplantes Abendprogramm, Montmartre mit Sacré-Coeur, cancelten.

So konnten wir in Ruhe zu Abend essen (natürlich selbst zu organisieren, wir mögen ja kein fertiges Hotelessen) und den Abend im Hotel nett zu gestalten…

Unser letzter Tag: Bevor wir am frühen Vormittag (schon um 10.00 Uhr) wieder Richtung Minden aufbrachen, ließen es sich einige von uns nicht nehmen sich vom quirligen Treiben auf dem Flohmarkt von St. Quen bezaubern zu lassen. Dieser weit über die Grenzen der Stadt bekannte Markt lädt ein zum spazieren oder für uns Touristen typisch, zum erstehen einiger Urlaubserinnerungen. Dabei konnten die Französichkenntnisse beim Aushandeln von Preisen für allerlei Nützliches, aber auch Trödel eingebracht werden. Doch trotz all des Gewusels fanden sich alle pünktlich am Bus ein, um die Rückfahrt anzutreten. Viel zu schnell war das Abenteuer Paris zu Ende gegangen.

Meilleurs voeux!

Hier noch ein Kleines Ranking der Tops und Flops:

Top

Flop

1.
… das Hotel
… Eifelturm
… die Stadt

2.
… Freestyler
… nicht so früh ins Bett

3.
… die Tour de Paris
… Franze sprechen (richtig witzig)
… shoppen
… Abendspaziergang
… essen
… Metrofahrt
… Chanel „Louis Vitton“, Prada
… Notre Dame
… Mona Lisa
… Stadtrundfahrt
… Gruppenerkundungen

1.

… zu wenig Zeit im Louvre (immer zu spät)

2.
… warten (u.a. Louvre)

3.
… die Busfahrt
… So viel gehen
… Notre Dame

4.
… verschlossene Hotelfenster
… Ghettomäßige Stadteinfahrt
… nervige Mitschüler
… Stress durch Termindruck
... späte Zimmeraufteilung

Fazit: war eigentlich alles ganz schön, bis auf ein paar kleine Ausnahmen

Sehr schön nur zu wenig Zeit für die Sehenswürdigkeiten und zu langes Warten

Aktualisiert ( Donnerstag, den 17. November 2011 um 17:53 Uhr )