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3 Wege zu einem Lebenssinn PDF Drucken E-Mail
  
Mittwoch, den 24. September 2008 um 12:55 Uhr

Junge Wege in Europa

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3 Wege zu einem Lebenssinn

12 Tage lang machten sich 20 Jugendliche aus drei verschiedenen Ländern Europas
in Litauens Hauptstadt Vilnius gemeinsam Gedanken zum Sinn des Lebens

Die Gruppe vor dem litauischen ParlamentJe eine Woche der Schulzeit und der Ferien verbrachten fünf Oberstufenschüler der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (KTG) in Vilnius/Litauen, dem geografischen Mittelpunkt Europas, im Rahmen ihres Literaturkurses zusammen mit altersgleichen Germanistikstudenten der Philologischen Fakultäten der Universitäten Vilnius und Elista, der Hauptstadt der autonomen Republik Kalmückien in Russland. Hier erarbeiteten sie sich mit Hilfe eines litauischen Regisseurs Kenntnisse über das Erstellen eines Drehbuchs sowie das Drehen und Schneiden eines Films.

Die Gruppe vor dem litauischen Parlament

Aysa aus Kalmückien blickt auf den PräsidentenpalastDas Projekt „3 Wege zu einem Lebenssinn“, das für den Wettbewerb „Junge Wege in Europa“ vorbereitet wurde, sollte Jugendliche aus West-, Mittel- und Osteuropa näher zusammenbringen. „Wir haben mit ihnen zusammen gelebt, gekocht und gearbeitet. So war es sehr einfach und schön, von anderen Jugendlichen über deren Kulturen zu erfahren. Besonders interessant fand ich die Lebens- und Verhaltensweisen der Kalmücken, deren Land ja das einzige buddhistische Land Europas ist. Dennoch war es für mich sehr überraschend, festzustellen, wie ähnlich wir uns sind, obwohl wir alle in so unterschiedlichen Teilen Europas leben“, sagte Melissa Frühling, die noch im letzten Schuljahr in den USA weilte.

Bild: Aysa aus Kalmückien blickt auf den Präsidentenpalast

Szene bei den DreharbeitenIm Rahmen dieses Projekts entstanden innerhalb dieser kurzen Zeit drei Kurzfilme zu den Themen ‚Freundschaft’, ‚Begegnung der Kulturen’ und ‚Selbstbestimmung über das eigene Leben’. Hierzu standen die Jugendlichen nicht nur hinter, sondern auch als Akteure vor der Kamera. Unterstützung für das Projekt erhielten sie durch die Herren L. Ibrügger, MdB, und G. Steponavicius, Vizepräsident des Seimas, dem Lit. Parlament, die die Schirmherrschaft übernommen hatten, dem Mindener Verein für deutsch-osteuropäischen Jugend- und Kulturaustausch, der für Logistik, Finanzen (I. Mastsitskaya),Verpflegung, Dokumentation und Technik (F. Hüffelmann) verantwortlich zeichnete, sowie den jeweiligen Projektleitern Daumantas Katinas aus Litauen, Olga Chemidova aus Kalmückien, Michael Betz, Lehrer an der KTG, und Kurt Hüffelmann als Mentor.

Bild: Szene bei den Dreharbeiten

Auf dem Weg zur Jugendherberge„Unser Leben in den 12 Tagen spielte sich größtenteils in der Uni von Vilnius ab, die mitten in der wunderschönen Altstadt liegt“, meint Rebecca Tursky. Dort wurden auch zwei der Kurzfilme gedreht. Zudem erhielten die Jugendlichen aus Deutschland und Kalmückien die Gelegenheit, sich einige Vorlesungen der Philologischen Fakultät anzuhören. Damit die Schüler und Studenten aus Deutschland und Kalmückien sich ein noch besseres Bild vom Lebensstandard und dem Studentenleben in Litauen machen konnten, verbrachten sie am ‚Tag der Familie’ einige Stunden in den Wohnungen der Gastgeber und ihrer Verwandten.

Bild: Auf dem Weg zur Jugendherberge

Der kalmückische Tanz in traditionellen GewändernHöhepunkt im Ablauf des Projekts war der ‚Germanistentag’ der Universität von Vilnius am 3. Oktober, dem Tag der Wiedervereinigung Deutschlands, an dem im Beisein des Rektors der Uni, dem Dekan der Fakultät, aller Germanistikstudenten und von Vertretern der deutschsprachigen Botschaften, des DAAD-Clubs, des Goethe-Instituts und der Universität Kaunas/Litauen viel gesprochen, gesungen und getanzt wurde. Die kalmückischen Mädchen tanzten in traditionellen Kostümen zu der Musik, die ihr Kommilitone Misha auf der Dombra spielte, die litauischen Mädchen machten unter Mitwirkung des einzigen männlichen deutschen Teilnehmers (Lars) eine Modenschau zu verschiedenen Studententypen und Jessica Buhrmester zeigte dem Auditorium dank Power-Point-Bilder der Mindener Altstadt, die sie als Vorbereitung für das Projekt aufgenommen hatte. Auch konnten hier die in Tag- und Nachtarbeit entstandenen Projekt-Filme unter großem Beifall gezeigt werden.

Bild: Der kalmückische Tanz in traditionellen Gewändern

Rahmenprogramm: Exkursion zum Schloss TrakaiAbschließend sagt Lars Dirksmeier über das Projekt: „Es war sehr schön, dass wir trotz unserer knapp bemessenen Zeit mit Hilfe der Unterstützer, denen wir dafür sehr dankbar sind, unsere Ziele erreichen und zusammen mit Jugendlichen verschiedener Kulturen eine schöne Zeit verbringen konnten“. Anna Millich: „Um auch in Zukunft das Gefühl eines gemeinsamen Europas zu fördern, ist es wichtig, dass die Jugendlichen verschiedener Kulturen ins Gespräch kommen und sich einander offen begegnen. Wir zumindest wollen, dass unser nun bestehender Kontakt nicht so schnell wieder abbricht, und denken über ein mögliches Folgeprojekt nach. Vielleicht ja in der kalmückischen Hauptstadt Elista“.

Bild: Rahmenprogramm: Exkursion zum Schloss Trakai

Bei den Dreharbeiten, im Hintergrund Herr Betz als StadtstreicherDie Mindener Schüler werden ihre drei Kurzfilme bei der Schulkonferenz der KTG vorstellen und hoffen, auch eine Präsentation für die gesamte Oberstufe organisieren zu können, zu dem sie dann auch Herrn Bürgermeister Buhre einladen können, um ihm die bei den Empfängen übergebenen Geschenke des Vizepräsidenten des Litauischen Parlamentes und des Vizebürgermeisters der Stadt Vilnius überreichen zu können.

Bild: Bei den Dreharbeiten, im Hintergrund Herr Betz als Stadtstreicher

Aktualisiert ( Mittwoch, den 24. September 2008 um 15:31 Uhr )