Bobby Car Solarcup 2009
Ein neuer Bobby Car Solar Renner entsteht
Eine Kooperation zwischen den Physikkursen der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Minden und der Lehrwerkstatt der ABB Automation Minden
Am 28.04.2009 erhielten wir von Herrn Böke die Mitteilung, dass unser Bobby Car-Solar-Team 2009 für den OWL Schülerwettbewerb „Bobby Car Solarcup 2009“ in Bielefeld ausgewählt wurde. Der Abholtermin war der 05.05.2009 in Bielefeld, wobei eine Schwierigkeit auftrat, dass alle Teammitglieder an dem Tag Vergleichsklausuren in verschiedenen Fächern schrieben. Zum Glück konnte Herr Böke mit Pierre Altwolf aus dem Solarteam 2008 die Materialien holen, so dass in den nächsten Tagen die weiteren Planungen vorgenommen werden konnten.
Das nächste Treffen am 19.05.2009 war ein Arbeitstermin bei unserem Kooperationspartner ABB Automation Minden in der Lehrwerkstatt. Wir trafen uns mit Herrn Mehrhoff und den Auszubildenden Daniel Lauxtermann, Björn Kurlbaum und Felix Ogiewa. Einige Azubis aus der Metallwerkstatt hatten bereits sehr gute Ideen, um die Aufnahme der schweren Dünnschichtsolarzelle zu konstruieren. Es war ein sehr viel stabilerer Rahmen notwendig und der Schwerpunkt musste möglichst niedrig gehalten werden. Das Bobby Car sollte ja in den Kurven nicht umfallen.
Bei der elektrischen Verdrahtung haben wir uns an die Vorgaben des Bausatzes gehalten. Bei der professionelle Verkabelung konnten uns die Auszubildenden von ABB mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik behilflich sein. Die Bilder aus der Werkstatt zeigen das „Planungsklima“ bei kühlen Getränken.
Wir sind so verblieben, dass in der Metallwerkstatt nach unseren Vorgaben der Rahmen für die Solarzelle gebaut wird. Aus Sicherheitsgründen war es uns verständlicherweise nicht möglich, alle Arbeiten selbst vorzunehmen. Eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen war aber immer gegeben, so dass wir am 15.06. einen Anruf erhielten, dass unser Bobby Car Fahrer Quentin mit Saskia, Jens und Malte in der Lehrwerkstatt vorbeikommen sollte, um Maß zu nehmen. Es fand ein zweites Arbeitstreffen statt, an dem das „Rohprodukt“ schon gut erkennbar war (siehe Bilder). Es stellte sich die Frage, ob die Lenksäule ca. 30 cm verlängert werden sollte, um das Bobby Car besser zu manövrieren. Unser Fahrer Quentin war im Vergleich zum Bobby Car erstaunlich groß, obwohl er erst in der 5. Klasse war. Bei der „Anpassung“ stellte sich heraus, dass die bereits fertige Lenkstange oberhalb des Lenkrades doch nicht die richtige Wahl war. Wir kamen zu dem Schluß, dass das Original-Lenkrad in niedriger Position doch die optimale Anpassung ist. Die Fotos sind in der Anlage als Datei (Bobby Car 1+2).
Der Rahmen für die Solarzelle war auch schon fertig, so dass die Verschraubung nur noch vorgenommen werden musste. Einen ersten kurzen Funktionslauf konnten wir auch schon vornehmen und waren überrascht, wie rasant das Fahrzeug beschleunigt.
Die Mitarbeiter in der Lehrwerkstatt konnte nun gezielt die genauen Maße übertragen und es wurde ein Termin vereinbart, wann das Bobby Car abgeholt werden kann.
Saskia hatte noch genügend Zeit, um die Fragen zum Unternehmen mit Herrn Mehrhoff und Felix Ogiewa abzustimmen. Der Fragebogen konnte dann in den nächsten Wochen beantwortet werden.
Kurz vor den Sommerferien erhielten wir einen Anruf von Herrn Mehrhoff, dass das Bobby Solar Car abholbereit sei. Das Bobby Car wurde von Saskia abgeholt und in den Sommerferien schon einmal getestet. Unser Fahrer Quentin war mit seinen Eltern im Sommerurlaub. Jetzt ist wieder der reguläre Schulbetrieb und wir werden in den nächsten Tagen bis zum Rennen üben, wie ein Slalomparcour mit Hindernissen am besten zu fahren ist. Das 2008er Team hat ja schon Erfahrung mit solarbetriebenen Bobby Cars, die sogar auf dem Solarfest in Hannover erfolgreich waren. Geplant sind noch einige Verschönerungen an der Verkleidung und am Rahmen des Anhängers.
Das Projekt „Bobby Car Solarcup“ ist eine tolle Idee, um Jugendlichen den Zugang zu regenerativen Energien spielerisch näher zu bringen. Es hat uns sehr viel Spass gemacht und wir sind sehr gespannt auf das große Rennen. Die Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner ABB war sehr produktiv und unsere Ideen wurden professionell umgesetzt. Die Lehrwerkstatt bietet natürlich für uns eine sehr gute Ergänzung zum herkömmlichen Unterricht. Die Begleitung durch Mitarbeiter von ABB gab uns viel Sicherheit, um das Projekt zum Abschluß zu bringen.
|