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Freitag, den 01. Mai 2009 um 11:02 Uhr

Mindener Tageblatt

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"Weltethos-Taube" fliegt nach Tansania

Einer von 30 Friedensboten landet erst bei Papst Benedikt XVI. und später bei Mindener Aktivistengruppe

Minden (mt/lkp). Otto Herz, der als Pädagoge in Bielefeld und Leipzig arbeitet, hatte die Taube nach Minden gebracht und sie bei der Ausstellungseröffnung in der Petrikirche dem Trägerkreis und den Ausstellungsbegleitern überreicht. Jetzt soll sie weiterfliegen zu der tansanischen Hilfsorganisation "Envirocare".


Unter der alten Platane auf dem Petrikirchhof überreichten die beiden "Weltethos"-Ausstellungsbegleiterinnen Leandra Meyer und Jana Schukowski (KTG) Sabine Katzsche-Döring (links) vom Weltladen Minden die Taube. Sie wird als Symbol des Einsatzes für die Menschenrechte zur tansanische Organisation "Envirocare" geschickt. | Foto: privat

Der österreichische Künstler Richard Hillinger hatte für den 60. Geburtstag der Menschenrechte im Dezember 2008 30 Tauben geschaffen. Jede Taube soll einen Artikel der Menschenrechte vertreten. In Minden landete die Taube Nr. 4, die bereits eine prominente Person besucht hatte: Papst Benedikt XVI. in Rom. Die Mindener Gruppe, ein loser Zusammenschluss von Schulen, kirchlichen und gewerkschaftlichen Gruppierungen und weiteren Institutionen freute sich sehr über diese Auszeichnung und suchte nach Abschluss des Ausstellungsprojekts einen "Landeplatz" für die Taube.

Sabine Katzsche-Döring gab den entscheidenden Hinweis auf die Organisation "Envirocare" in Tansania, die in Minden schon bekannt ist. Dort setzt sich ein Team aus Fachleuten, Ratgebern, Beratern und Freiwilligen mit einem spartenübergreifenden Sachverstand für Verbesserungen in der Landwirtschaft und weiteren wichtigen gesellschaftlichen Feldern ein. Durch ein Wasserbau-Projekt in Kooperation mit Mindener Institutionen ergaben sich gute persönliche Kontakte zwischen Envirocare und Minden.

Die Hauptgeschäftsstelle von Envirocare befindet sich in Dar es Salaam und hat eine Außenstelle in Moshi, welche durch andere Außenstellen an den Einsatzorten ergänzt werden. Envirocare besitzt als Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) gute Geschäftsbeziehungen zu einer Zahl von Entwicklungspartnern als auch zu Regierungsbehörden auf nationaler und lokaler Ebene. Die Organisation schätzt die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten Organisationen und ist einer Zahl von lokalen, nationalen und internationalen Netzwerken beigetreten. Zusätzlich spielte Envirocare eine signifikante Rolle in der HIV- und Aids- Aufklärung von Kindern und Jugendlichen und dem Auflösen von Kommunikationsbarrieren zwischen Kindern und Eltern sowie Schülern und Lehrern.

"Wir sehen in der Taube ein gutes Symbol der Zusammenarbeit von Menschen, die ähnliche Ideen unter ganz verschiedenen Bedingungen versuchen zu realisieren!", freuen sich Oliver Rehberg (Ratsgymnasium) und Klaus Lindemann (Kurt-Tucholsky-Gesamtschule). Das gilt auch für die Fortführung der Ausstellungsideen: Im Jahr 2010 soll das fünfte Projekt verwirklicht werden. Die beiden Pädagogen setzen dabei wieder auf die verlässliche Unterstützung der Mindener Gruppen und Institutionen.

Weitere Infos unter: www.anne-frank-minden.de | www.richard-hillinger.de | www.envirocaretz.com

Aktualisiert ( Montag, den 22. Februar 2010 um 11:13 Uhr )